Thomas L. Kemmerich: „Sparer nicht doppelt bestrafen“ – Negativzinsen müssen als Verlust steuerlich geltend gemacht werden können

Liberaler Mittelstand - Symbolbild

„Wir fordern, dass Sparer, die einen Negativzins zahlen müssen, diesen als Verlust vollständig steuerlich geltend machen können, um sie mit Gewinnen aus anderen Sparanlagen verrechnen zu können“, kommentiert Thomas L. Kemmerich die gestrige Ankündigung des Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes, Negativzinsen für Sparer zukünftig nicht mehr ausschließen zu können, wenn die aktuelle Niedrigzinsphase weiter andauern wird. „Sonst sind die Sparer doppelt bestraft“, so der Bundesvorsitzende des Liberalen Mittelstands. „Wenn ein Sparer die Verluste nicht steuerlich geltend machen kann, kommt das einer unfreiwilligen Abgabe gleich. Das wird zukünftig die Anlagemotivation der Menschen erheblich bremsen.“

FDP Thüringen - Thomas L. Kemmerich 1000x600

Das Bundesfinanzministerium hat nach Absprache mit den Bundesländern verfügt, dass Negativzinszahlungen nicht als Verluste durch die Banken steuerlich geltend gemacht werden können. Nach Ansicht des Ministeriums handelt es sich bei negativen Einlagezinsen um eine „Art Verwahr- und Einlagegebühr“. Diese sei bei Kapitaleinkünften bereits vom Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro jährlich erfasst. Darüber hinausgehende Werbungskosten können nach dem Einkommensteuergesetz nicht von den Zinserträgen abgezogen werden, auf die eine Kapitalertragsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag zur pauschalen Abgeltung anfällt. Dazu der Wirtschaftsexperte Kemmerich: „Die Verfügung des Bundesfinanzministeriums, dass der Negativzins nicht als Verlust beim Finanzamt geltend gemacht werden kann, ist das falsche Signal in Zeiten eines anhaltenden Niedrigzinsniveaus.“

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