Dr. Hubertus Porschen: Bildung in der Digitalen Gesellschaft – was Kinder heute lernen müssten

FDP Thüringen - Bildung. Unser Jugendwort des Jahres.

Bildung war schon immer der Schlüssel für Deutschlands Wohlstand, unsere wichtigste Ressource. Damit sie es in Zeiten der digitalen Transformation bleibt, gilt es folgende Fragen zu klären: Was müssen Schüler heute lernen, um Ihr Leben in der digitalen Zukunft erfolgreich zu gestalten?, und wie müssen Lehrpläne und Lehrerausbildung modernisiert werden, um diese Chance zu ermöglichen?

dr-hubertus-porschen-bundesvorsitzender-junge-unternehmer-bildrechte-marc-steffen-ungerArbeitsteilung in der digitalen Gesellschaft wird komplexer, Maschinen leistungsfähiger und Algorithmen intelligenter. Letztere unterstützen uns mittlerweile im Dienstleistungssektor, bei der Steuerung von Maschinen und auch bei intellektuellen Aufgaben massiv. Die Automatisierung weitet sich von einfachen Aufgaben auf immer komplexere Routinen, wie Buchhaltung oder Informationsrecherche, aus.  Die Funktionalität dieser neuen Technologien muss im Ansatz verstanden werden, sonst werden unsere Kinder zu Digital-Analphabeten, wie wir es teilweise schon geworden sind.

Drei Schritte zu mehr Digitalisierung

Die unmittelbare Folgerung aus diesen Entwicklungen für die Bildung ist wenig überraschend: Eine Modernisierung des Bildungssystems.

  1. Neue Lerninhalte: Konkret fordern wir, dass der Lehrplan den Schülern die Anforderungen einer digitalen Gesellschaft vermitteln muss. Neben den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathe muss Freiraum genutzt werden, um Fächer wie Informatik und Programmieren zu etablieren. Es muss der Grundstein gelegt werden, dass Schüler mit Hilfe von digitalen Tools eigenständig und kreativ arbeiten können.
  1. Weiterbildung für Lehrer: In Folge dessen muss auch Lehrern dieses neue Wissen vermittelt werden. Die Länder stehen in der Verantwortung ab sofort die Lehrerausbildung zu ergänzen und regelmäßige Weiterbildungen anbieten.
  1. Zeitgemäße Bildungsinfrastruktur: Bildungsministerin Johanna Wanka plant zwar 5 Milliarden Euro für digitale Infrastruktur zu Verfügung zu stellen und doch werden weiterhin vielversprechende Vorschläge, wie die flächendeckende Bereitstellung von Minicomputern für neu eingeschulte Kinder, abgelehnt. Das ist ein Fehler, denn nur so können Lerninhalte über Tools wie Apps und neue Hardware vermittelt werden. Ein interaktiver Atlas, oder eine Mathe-App mit individuellem Fehlerfeedback sind nur wenige Beispiele für das Potenzial der Digitalisierung im Schulwesen. Wir nutzen solche Tools bereits wie selbstverständlich im Alltag und im Job, warum also nicht auch in der Schule?

Paradigmenwechsel akzeptieren

Das deutsche Schulsystem ist zum Glück schon heute besser auf die Vermittlung von Fähigkeiten, wie Kreativität und Eigenständigkeit ausgerichtet als die Lernkulturen in anderen Ländern. Das ist ein Vorteil, der die Weichen für eine Neuausrichtung stellen kann.  Das Bildungssystem braucht jetzt ein klares Bekenntnis zur Zeitenwende – seitens der Lehrer und seitens der Politik.

Hinweis: Dies ist ein Gastbeitrag von Dr. Hubertus Porschen (Foto), Bundesvorsitzender des Wirtschaftsverbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER. Dr. Porschen ist ehrenamtlicher Bundesvorsitzender des Wirtschaftsverbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER, Gründer und Geschäftsführer der App-Arena GmbH in Köln sowie promovierter Volkswirt. Hubertus Porschen studierte BWL in Marburg und promovierte hier auch in VWL zum Thema „Der akademische Unternehmer“. Während des Studiums arbeitete er bereits in mehreren Start-ups, die er teils mitgegründet hat.  Weitere Tipps der Jungen Unternehmer zur Bildung der Zukunft finden sich hier. http://www.hubertusporschen.com/

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