Der MDR zum Thema „Feinstaubbelastung“: Erfurter Umweltzone soll verlängert werden – Thomas Kemmerich plädiert für einen Verzicht

Feinstaub-Diagramm - Symbolgrafik © MediaPool Jena

Mitteldeutscher Rundfunk - Logo ThüringenJournalDer Mitteldeutsche Rundfunk berichtete in seinem „Thüringen Journal“ vom 16.05.2017 zur Erfurter Umweltzone, dass diese über 2017 hinaus verlängert werden soll, auch wenn kaum noch Autos ohne grüne Plakette in der Stadt unterwegs sind. Dagegen regt sich Protest, u.a. auch von Thomas Kemmerich:

Dicke Luft in der Erfurter Kommunalpolitik. Mal wieder. Opposition und Verwaltung streiten über die Zukunft von Thüringens einziger Umweltzone. Der Anlass: Bis Ende des Jahres muss Erfurt einen neuen Luftreinhalteplan vorlegen. Das fordert die Europäische Union. Darin enthalten sein kann eine Umweltzone – muss aber nicht.
Wirtschaft plädiert für Verzicht

Thomas L. Kemmerich im ThüringenJournal - Fotoquelle MDR

Thomas L. Kemmerich im ThüringenJournal – Fotoquelle MDR

Für einen Verzicht plädieren die Wirtschaftsverbände und etwa der liberale Ratsherr Thomas Kemmerich. Die meisten Autos seien ja bereits umgerüstet. Im vergangenen Jahr wurden für 2017 keine 800 Ausnahmegenehmigungen mehr beantragt. „Die Notwendigkeit, den Verwaltungsaufwand vorzuhalten, ist also schlichtweg entfallen“, sagt Kemmerich. Die Beamten könnten sich sinnvolleren Tätigkeiten zuwenden, als Ausnahmegenehmigungen auszustellen.

Seit zwei Jahren sind in der Stadt keine erhöhten Tageswerte mehr für Feinstaub oder Stickoxyde gemessen worden – trotz des Skandals um manipulierte Abgaswerte. „Die Umweltzone hat sich ein Stück weit überlebt“, sagt der Verkehrswissenschaftler an der Fachhochschule Erfurt, Professor Matthias Gather; „eben weil sie so erfolgreich war.“ Zur Einführung der Einfahrtbeschränkung in die Innenstadt seien zahlreiche Fahrzeuge nachgerüstet oder verkauft worden. Gather hielte es aber für ein schlechtes Signal, wenn sie jetzt aufgegeben würde, so lange die Luft in Erfurt noch nicht vollständig sauber sei. Selbst wenn er einräumt, dass der heutige Beitrag zur Luftreinhaltung, der von der Umweltzone ausgeht, eher begrenzt ist.

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