10,7 % der Wählerinnen und Wähler können sicher sein: Wir wollen die Richtung der Politik ändern

Thomas Kemmerich - Foto © Rainer Sauer Jena

Vor der Bundespressekonferenz in Berlin haben FDP-Chef Christian Lindner, sein Vize Wolfgang Kubicki und Generalsekretärin Nicola Beer die Bundestagswahlergebnisse eingeordnet. „Die FDP hat gestern einen besonderen Wahlerfolg erzielt. Sie ist in den Deutschen Bundestag zurückgekehrt“, sagte Lindner. „Wir freuen uns über unser Comeback und die damit verbundenen Möglichkeit, in Deutschland wieder mitzugestalten.“ Die politische Arbeit gehe mit der konstituierenden Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion auch gleich los. Mit Blick auf mögliche Koalitionen verdeutlichte Lindner, dass sich an der Haltung der FDP nichts geändert habe. „Wir haben Trendwenden beschlossen. Daran fühlen wir uns nach der Wahl auch gebunden.“

Kubicki, Lindner, Beer in der Bundespressekonferenz„Wir sehen uns als eine Partei der vernünftigen Argumente, eine Partei, die sich einsetzt für die Mitte in unserem Land und für diejenigen, die in sie aufsteigen wollen“, erklärte Lindner. „Dieser Platz der Mitte war in den vergangenen vier Jahren im Parlament verwaist.“ Der FDP-Chef rügte, dass CDU, SPD und Grüne in wesentlichen Fragen nicht mehr zu unterscheiden seien. „Das hat mit dazu beigetragen, dass am äußeren rechten Rand des politischen Spektrums eine neue Kraft entstehen konnte“, kritisierte er mit Blick auf die AfD. Die FDP werde jedenfalls diese Lücke in der Mitte wieder füllen: „Wir wollen dafür sorgen, dass wieder eine andere Politik in Deutschland gemacht wird, oder aus der Oppositionsrolle heraus die notwendigen Argumente in die Debatte wieder einbringen.“

Mit der AfD sei eine Partei ins Parlament gekommen, die sich aus Protest und völkisch-autoritärem Gedankengut nähre, so Lindner weiter. „Wir als Liberale sehen es jedenfalls als einen Kampfauftrag an, dass es diese Partei gibt, die der genaue Gegenpol zu unseren Grundüberzeugungen ist.“ Die FDP sei eine Partei des wohlverstandenen Individualismus, der Weltoffenheit, der Toleranz und des europäischen Denkens, betonte er. „Die AfD ist das glatte Gegenteil davon, und deshalb werden wir offensiv die Auseinandersetzung im Parlament mit dieser Partei suchen.“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s