Der Ball bei der Regierungsbildung liegt bei der Kanzlerin (Teil 1)

Angela Merkel -Bildquelle Bundesregierung

Bundeskanzlerin Angela Merkel -Bildq:uelle Bundesregierung

Die Bundestagswahl liegt fast zwei Wochen zurück, trotzdem gibt es noch keinen Termin für Sondierungsgespräche. Ein Jamaika-Bündnis scheint zurzeit die einzig realistische Koalition zu sein – trotz aller Hürden. Die FDP habe keine Eile, was Sondierungsgespräche betrifft, sagt FDP-Chef Christian Lindner. Die FDP stehe für Gespräche zur Verfügung, bekräftigt er im Interview mit dem Handelsblatt. Aber der Regierungsauftrag liege bei Angela Merkel. „Jeder muss wissen, dass Verzögerungen nicht später durch mangelnde Sorgfalt aufgeholt werden können“, mahnt er zugleich. Es sei „bedauernswert“, dass sich die Union noch immer nicht auf eine gemeinsame Linie geeinigt habe. „Hier ist jetzt die Kanzlerin gefragt“, fordert FDP-Vize Katja Suding ein Machtwort im Unions-Streit über die Obergrenze.

In der Passauer Neuen Presse pocht sie auf einen zügigen Start von Sondierungsgesprächen. „Ich erwarte von der Union, dass sie an diesem Wochenende zu einer gemeinsamen Haltung kommt und dass die Sondierungsgespräche zügig aufgenommen werden“, sagt sie mit Blick auf das Treffen der Schwesternparteien CDU und CSU am Sonntag. Sie ist der Auffassung, dass es spätestens direkt nach der Niedersachsen-Wahl losgehen muss. „Alles andere würde zu Recht der Kanzlerin schwer angelastet werden, denn Deutschland braucht dringend eine neue Regierung.“

Aus ihrer Sicht muss Merkel für den Durchbruch sorgen: „Frau Merkel kann sich nicht nur ein Wahlergebnis abholen, sondern muss dafür sorgen, dass die Verhandlungen beginnen können. Das ist sie den Bürgern schuldig“, sagt Suding. Sie moniert: „Sie ist angeblich die mächtigste Frau der Welt. Wieso schafft sie es dann nicht, mit dieser Macht und diesem Verhandlungsgeschick eine Unionslinie festzulegen?“ Im SWR2-Tagesgespräch ergänzte sie, der Ball liege „ganz klar“ bei der Kanzlerin. „Die muss ihrer Rolle als verantwortliche Politikerin, als Parteichefin jetzt auch nachkommen und zusehen, dass die Unions-Parteien schnell sprechfähig werden.“

Lesen Sie morgen Teil 2 des Artikels!

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