Die Freien Demokraten trauern um Horst-Ludwig Riemer

Horst-Ludwig Riemer

Der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens und Vorsitzende der FDP NRW,  Horst-Ludwig Riemer ist Anfang Oktober im Alter von 84 Jahren in Monschau gestorben. „Sein Tod bedeutet den Verlust eines der profiliertesten und erfahrensten Politiker unseres Landes, der über Partei- und NRW-Grenzen hinweg sehr geschätzt wurde“, verneigte sich FDP-Landeschef Christan Lindner vor der Lebensleistung Horst-Ludwig Riemers. Die Freien Demokraten blicken mit Respekt und Hochachtung auf seine Leistungen.

„Dr. Horst-Ludwig Riemer war früh entschlossen, anzupacken und Zukunft zu gestalten“, würdigte Lindner die Leistungen des langjährigen NRW-Landesvorsitzenden und Bundesvorstandsmitglieds. „Seinem Wirken und seiner Person werden wir ein ehrendes Andenken bewahren.“ Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Christof Rasche, ergänzte: „Mit seinem Tod verliert unser Land einen profilierten, erfahrenen und über Parteigrenzen hinweg geschätzten Menschen, der die Politik unseres Landes und darüber hinaus jahrzehntelang mitgestaltet hat.“ Als Landtagsvizepräsident habe er Stil und Würde des Parlaments durch große Fairness und Menschlichkeit geprägt. „Unvergessen bleiben seine Leistungen als stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister unseres Landes.“

Hintergrund: Schon vor seinem zwanzigsten Geburtstag trat Dr. Horst-Ludwig Riemer in die Freie Demokratische Partei ein. Ab Ende der 50er Jahre bekleidete er Führungsämter bei den Deutschen Jungdemokraten in NRW, einer ehemaligen Jugendorganisation der FDP. Als Bürgerschaftsmitglied des Rates in Düsseldorf, Abgeordneter und Minister in NRW, Mitglied des Deutschen Bundestags sowie der Beratenden Versammlung des Europarates hat Riemer in seiner Laufbahn auf allen politischen Ebenen Verantwortung getragen. Ankerpunkt seines Engagements war aber immer die Landespolitik in Nordrhein-Westfalen, wo er rund 25 Jahre in verschiedenen Rollen die Geschicke des bevölkerungsreichsten Bundeslandes mitgestaltete. Vor allem sein Einsatz in den 70er Jahren für weniger Bürokratie und eine funktionierende Infrastruktur als zuständiger Wirtschafts- und Verkehrsminister prägte NRW.

1966 zog Dr. Horst-Ludwig Riemer über die FDP-Landesliste in den NRW-Landtag ein. Riemer war von 1970 bis 1979 Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr in Nordrhein-Westfalen – von 1975 bis 1979 ebenfalls stellvertretender Ministerpräsident. Den nordrhein-westfälischen FDP-Landesverband führte Riemer von 1972 bis 1979 als Vorsitzender. Auf Bundesebene war er fast zehn Jahre FDP-Vorstandsmitglied (1972-1981) und Mitglied des Deutschen Bundestages (1980-1983). Danach kehrte er in die NRW-Landespolitik zurück: Unter anderem als Vizepräsident des nordrhein-westfälischen Landtags (1985-1990) und als stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender (1990-1995). Riemer wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

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